Mit diesen Tipps gelingt Ihr Besuch

Zahnarztangst überwinden

Angst vor dem Zahnarzt? Erfahren Sie hilfreiche Tipps, wie Sie Zahnarztangst überwinden und Ihren nächsten Termin entspannt meistern.

Wenn Sie sich vor dem Zahnarztbesuch fürchten, sind Sie damit nicht alleine. Zahnarztangst gehört zu den am weitesten verbreiteten spezifischen Ängsten, von denen Menschen jeder Altersgruppe betroffen sein können. Schlechte Erfahrungen in der Kindheit, unsensibles Vorgehen bei vergangenen Behandlungen – die Gründe für Zahnarztangst sind vielfältig. Doch anstatt den Besuch zu vermeiden, gibt es passende Tipps und Tricks, wie Sie die Angst überwinden und künftig ohne Furcht zum Zahnarzt gehen können.

Suchen Sie sich eine verständnisvolle Praxis

Der erste wichtige Schritt ist die Suche nach einer Zahnarztpraxis mit Angstpatienten-Erfahrung. Hier geht das Personal vom ersten Moment auf Sie und Ihre Sorgen ein. Wenn Sie sich einen klaren Ablauf wünschen, können Sie alles mit einem Zahnarzt für Angstpatienten in Berlin in ruhiger und verständlicher Sprache besprechen.

Beim ersten Besuch nach langer Zeit wird in der Regel keine Behandlung durchgeführt. Stattdessen können Sie sich wieder an das Gefühl in einer Zahnarztpraxis gewöhnen, auf dem Stuhl Platz nehmen und sich beraten lassen.

Wenn Sie bereit sind, kann der Zahnarzt bereits eine erste Untersuchung vornehmen und mit Ihnen gemeinsam einen Plan erstellen, welche Behandlungen anstehen. Eine Blickdiagnostik ist nicht schmerzhaft, gleiches gilt für die Untersuchung mittels Röntgenbildern.

Bereiten Sie sich auf den ersten Besuch vor

Eine Untersuchung belegte, dass Frauen besonders häufig unter Zahnarztangst leiden und ältere Menschen ebenfalls. Wenn Sie, unabhängig vom Alter und dem Geschlecht, darunter leiden, ist es umso wichtiger, dass Sie sich auf den ersten Besuch seit langer Zeit vorbereiten.

Hinterfragen Sie die Gründe für Ihre Ängste und teilen Sie diese dem Zahnarzt offen mit. Angst ist kein Grund für Scham, sie resultiert oft aus falschen Annahmen.

Häufige Gründe für Zahnarztangst sind

  • Sorgen vor Zahnverlust
  • Angst vor Schmerzen
  • Befürchtungen bezüglich hoher Kosten
  • Panik vor Spritzen
  • Das Gefühl der Hilflosigkeit während der Behandlung

Wenn Sie dem Zahnarzt Ihre Gründe mitteilen, werden Sie nicht verurteilt. Der Experte kennt die Probleme und Sie sind nicht der erste Patient mit Angst, der ihm begegnet.

Früher vs. heute: Warum Sie vor Schmerzen keine Angst mehr haben müssen

Viele Ängste basieren auf Erinnerungen, die Jahrzehnte zurückliegen und heute längst nicht mehr der Realität entsprechen. Die Zahnmedizin hat in den letzten Jahren gewaltige Fortschritte gemacht, die den Patientenkomfort massiv erhöhen. Moderne Lokalanästhetika wirken heute so präzise und zuverlässig, dass Sie während einer Behandlung absolut keine Schmerzen mehr verspüren müssen.

Selbst der Einstich der Betäubungsspritze wird heute oft durch ein spezielles Oberflächengel vorbereitet, sodass Sie kaum noch etwas bemerken.

Zudem kommen immer häufiger minimalinvasive Verfahren zum Einsatz, bei denen Laser oder sanfte Ultraschallgeräte den klassischen Bohrer ersetzen können. Diese Methoden sind nicht nur leiser, sondern schonen auch das umliegende Gewebe, was die Heilung nach dem Termin deutlich beschleunigt.

Wenn Sie sich vergegenwärtigen, dass die moderne Medizin darauf spezialisiert ist, Ihnen Unannehmlichkeiten zu ersparen, verliert die Angst vor dem Schmerz schnell an Boden. Sie können sich darauf verlassen, dass Ihr Zahnarzt alles daran setzen wird, den Termin so angenehm wie möglich zu gestalten.

Lassen Sie sich jede Behandlung umfassend erklären 

Ein wesentlicher Auslöser für Angst ist die Ungewissheit darüber, was im eigenen Mund passiert. Das Gefühl, keine Kontrolle zu haben, lässt den Stresspegel steigen. Wir empfehlen Ihnen daher, das Gespräch mit Ihrem Zahnarzt zu suchen und sich jeden einzelnen Handgriff genau erklären zu lassen. Ein transparenter Behandlungsplan nimmt den Schrecken vor dem Unbekannten und gibt Ihnen die Kontrolle zurück.

Viele Zahnärzte nutzen heute kleine Kameras, um Ihnen die Situation direkt am Monitor zu zeigen. So verstehen Sie genau, warum eine Maßnahme notwendig ist und wie sie durchgeführt wird. Wenn Sie den logischen Ablauf einer Behandlung nachvollziehen können, ordnet Ihr Gehirn die Reize anders ein und die Panik bleibt aus. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen, bis Sie sich wirklich sicher fühlen. Ein guter Zahnarzt nimmt sich die Zeit, die Sie brauchen, um alle Unklarheiten zu beseitigen.

Lernen Sie Entspannungsmethoden wie autogenes Training und Meditation

Sie können bereits im Vorfeld Ihres Termins aktiv an Ihrem Stresslevel arbeiten. Entspannungsmethoden wie das autogene Training oder gezielte Meditation helfen Ihnen dabei, Ihren Puls zu senken und ruhiger zu werden.

Wenn Sie diese Techniken regelmäßig üben, können Sie diese sogar während der Behandlung auf dem Stuhl anwenden. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung und stellen Sie sich einen Ort vor, an dem Sie sich vollkommen sicher und geborgen fühlen.

Auch progressive Muskelentspannung ist ein wunderbares Werkzeug, um die körperliche Anspannung im Kiefer und in den Schultern bewusst zu lösen. Wenn Ihr Körper entspannt bleibt, signalisiert er Ihrem Gehirn, dass keine Gefahr droht.

Viele Patienten nutzen auch Musik über Kopfhörer, um die typischen Geräusche der Praxis auszublenden. Suchen Sie sich eine Methode aus, die zu Ihnen passt, und trainieren Sie diese, damit Sie im Ernstfall ein wirkungsvolles Werkzeug gegen die Angst zur Hand haben.

Vereinbaren Sie Termine am Vormittag 

Die Tageszeit Ihres Besuchs kann einen großen Einfluss auf Ihr Befinden haben. Wir raten Ihnen dazu, Termine möglichst am Vormittag zu vereinbaren. Wenn Sie den Zahnarztbesuch früh hinter sich bringen, haben Sie keine Zeit, den ganzen Tag darüber nachzugrübeln und sich unnötig in die Angst hineinzusteigern. Je länger Sie warten, desto größer wird das Kopfkino oft, was die Anspannung nur unnötig erhöht.

Ein Termin direkt nach dem Aufstehen sorgt dafür, dass Sie frisch und mit noch unverbrauchter Energie zur Praxis kommen. Meist sind auch die Wartezeiten am Vormittag kürzer, da sich die Termine im Laufe des Tages noch nicht so stark verschoben haben. So vermeiden Sie langes Sitzen im Wartezimmer, das die Nervosität zusätzlich fördern könnte. Wenn Sie die Praxis verlassen, haben Sie den restlichen Tag zur freien Verfügung und können stolz auf sich sein, diese Hürde so früh gemeistert zu haben.

Gehen Sie gemeinsam mit einer vertrauten Person zum Zahnarzt

Geteiltes Leid ist halbes Leid, und das gilt ganz besonders für den Gang zum Zahnarzt. Nehmen Sie eine vertrauensvolle Person aus Ihrem Umkreis mit, die Ihnen Halt gibt und Sie ablenkt. Allein die Anwesenheit eines geliebten Menschen im Wartezimmer oder sogar im Behandlungsraum kann den Stresspegel deutlich senken.

Diese Begleitung kann zudem als Sprachrohr fungieren, falls Sie vor lauter Nervosität wichtige Fragen oder Details vergessen haben.

Sprechen Sie sich vorher mit Ihrer Begleitung ab, wie sie Ihnen am besten helfen kann. Manche Patienten möchten während der Wartezeit unterhalten werden, während andere eher Ruhe und eine schützende Hand benötigen.

Wenn Sie wissen, dass jemand für Sie da ist, fühlen Sie sich der Situation weniger ausgeliefert. Zudem bietet die gemeinsame Heimfahrt die perfekte Gelegenheit, den Erfolg direkt zu feiern und die Anspannung abfallen zu lassen.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit externen Redakteuren.