Pilze sammeln
Pilze sammeln
Der Herbst ist da!

Giftig oder essbar? Tipps zum Pilze sammeln

Nach dem Sommer ist vor dem Herbst und damit beginnt auch die große Pilzsaison. Wir haben für Sie giftige und essbare Pilze aufgeführt.

Was wichtig zu wissen ist:

Die Pilzsaison geht wieder los! Und die Auswahl ist groß: In Deutschland gibt es mehr als 2.500 Pilz-Arten. Doch Achtung, nicht alle sind essbar! Welche dürft ihr überhaupt ins Körbchen packen und bei welchen lasst ihr lieber die Finger von? Was brach man überhaupt alles zum Pilze sammeln und wie ernte ich die Pilze richtig im Wald? 
Mario Gohmert hat nochmal alles wichtige zusammengefasst.

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Birkenpilz
Ak ccm | Wikipedia
Birkenpilz

Genuss ohne Bedenken:

Birkenpilz
Dieser Pilz versteckt sich unter Birken und ist vorrangig von Juni bist November zu finden. Der Birkenpilz gehört zur Art der Dickröhrlingsverwandten und zeichnet sich vor allem durch seinen milden bis säuerlichen Geschmack aus.

 

rs2 Pilze Brätling
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lactarius_volemus_90024_cropped.jpg; Dan Molter; Ak ccm
rs2 Pilze Brätling

Genuss ohne Bedenken:

Brätling
Diesen Täublingsverwandten finden Sammler an den Rändern von Laub- und Nadelwäldern. Der Brätling wächst zwischen Juli und Oktober und hat einen besonders milden Geschmack.  

 

rs2 Pilze Bronze Roehrling
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bronze_Roehrling_cropped.jpg; Achim Bollmann; Ak ccm
rs2 Pilze Bronze Roehrling

Genuss ohne Bedenken:

Bronzeröhrling, Schwarzhütiger Steinpilz
Ebenso wie der Birkenpilz ist der Bronze-Röhrling eine Pilzart aus der Familie der Dickröhrlingsverwandten. Der Unterschied ist, dass er sich unter Kastanien und Eichen zu Hause fühlt und zwischen Juli und Oktober in den Wäldern zu finden ist. Genießer mögen ihn aufgrund seines nussigen und milden Geschmacks.  

rs2 Pilze Dünnfleischiger Anischampignon
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Agaricus_silvicola_father_and_son.jpg; Luridiformis
rs2 Pilze Dünnfleischiger Anischampignon

Genuss ohne Bedenken:

Dünnfleischiger Anischampignon
Anis- und Mandelfans aufgepasst! Wie der Name schon verrät, erinnert der Anischampignon geschmacklich an Anis, aber auch an Mandeln. Der Pilz ist ein Champignonverwandter und lebt von Juni bis Oktober an Laub- und Nadelwäldern.  

rs2 Pilze Edelreizker
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2009-09-28_Lactarius_deliciosus_cropped.jpg; furtwangl; Ak ccm
rs2 Pilze Edelreizker

Genuss ohne Bedenken:

Edelreizker
Der Edelreizker gehört zu den Täublingsverwandten und ist von August bis Oktober zu finden. Besonders wohl fühlt er sich unter Kiefern in Kieferwäldern. Für alle, die es gerne mild und fruchtig mögen, ist dieser Pilz genau das Richtige!

Fliegenpilz
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2006-10-25_Amanita_muscaria_crop.jpg; Amanita_muscaria_3_vliegenzwammen_op_rij.jpg: Onderwijsgek derivative work: Ak ccm
Fliegenpilz

Achtung giftig!

Roter Fliegenpilz
Der Klassiker unter den Giftpilzen. Einige Stunden nach dem Verzehr treten bereits Symptome auf, die einem Alkoholrausch ähnlich sind: Verwirrung, Sprachstörungen, Ataxie, starke motorische Unruhe und vergrößerte Pupillen. Je nach Stimmungslage stehen Angstzustände und Depressionen, Gleichgültigkeit oder Euphorie im Vordergrund.

Gemeiner Schwefel-Ritterling
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2010-09-17_Tricholoma_sulphureum.jpg; Andreas Kunze
Gemeiner Schwefel-Ritterling

Achtung giftig!

Gemeiner Schwefel-Ritterling
Der Gemeine Schwefel-Ritterling ist eine Pilzart aus der Familie der Ritterlingsverwandten, die in Laub- und Nadelwäldern vorkommt. Er zeichnet sich durch seinen bittere und unangenehmem Geschmack aus. Folgen des Verzehrs sind Schweißausbrüche, Magenschmerzen oder Durchfall.

Grüner Knollenblätterpilz
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2009-05_Amanita_phalloides_crop.jpg; Amanita_phalloides_1.JPG; Ak ccm (talk)
Grüner Knollenblätterpilz

Achtung giftig!

Grüner Knollenblätterpilz
Der Grüne Knollenblätterpilz oder Grünliche Gift-Wulstling ist eine Pilzart aus der Familie Amanitaceae, der zur Gattung der Wulstlinge zählt. Zu finden ist er vor allem nahe Laubbäumen. Der Verzehr endet in den ersten Stunden mit anhaltenden Brechdurchfällen mit unter Umständen bedrohlichem Flüssigkeits- und Salzverlust. Nach einer kurzzeitigen Verbesserung des Allgemeinzustands beginnt etwa 24 bis 48 Stunden nach dem Verzehr die Phase der Leberschädigung, die bis zu einem Leberausfall führen kann.

Brennender Ritterling
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tricholoma_virgatum,_McCall_1.jpg; Ron Pastorino (Ronpast) at Mushroom Observer
Brennender Ritterling

Achtung giftig!

Brennender Ritterling
Ist eine Pilzart aus der Familie der Ritterlingsverwandten. Zu finden ist er in Nadelwäldern, selten auch in Laubwäldern und bevorzugt sauren Boden. Der Verzehr endet in Übelkeit, Erbrechen und Magen-Darm-Erkrankung.

Erdblättriger Risspilz
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ino.geo.jpg; Luridiformis at en.wikipedia
Erdblättriger Risspilz

Achtung giftig!

Erdblättriger Risspilz
Der Erdblättrige Risspilz oder Seidige Risspilz ist ein häufiger giftiger Pilz aus der Familie der Risspilzverwandten. Er ist in Laub- und Nadelwäldern zu finden und ist kalkmeidend. Der Verzehr endet in Schweißausbrüchen, stark erhöhtem Speichelfluss und tränenden Augen. Bei hohen Dosen können noch Bauchschmerzen, heftige Übelkeit, Durchfall, verschwommene Sicht und Atemnot hinzukommen.