ukraine flagge
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Krise in der Ukraine – wie kann ich jetzt helfen?

Wie du aktuell der Ukraine helfen kannst und wie du oder Betroffene der Krise selbst Hilfe im Krisenchat bekommen können, erfährst du hier bei rs2:

Ostukraine: Jetzt da helfen, wo sonst kaum Hilfe ankommt

Einige Menschen wie Sascha aus Friedrichshain aus der rs2 Community, die die Ukraine bereits in vielerlei Hinsicht unterstützen, sind auf die Idee gekommen, einem familiären Unternehmen im Hotel-Gewerbe in der Ostukraine zu helfen: Sie buchen jetzt dort einen Aufenthalt im Hotel zu einem günstigen Preis. Der Betrieb kann so seine Mitarbeitenden weiterhin bezahlen und halten. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Lage es zulässt, wollen sie hinfahren.

Folge 0 | 30.03.2022 | 2:34

Wie sie den Menschen in der Ukraine JETZT helfen können und erst später etwas tun!

Sascha aus der rs2 Community erzählt Katrin, was ihn bewegt hat und was das den Menschen vor Ort bringt.
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Spendenbrücke Ukraine

Berliner Menschen aufgepasst: Die Spendenbrücke Ukraine ist eine große Sammelstelle für Sach- und Zeitspenden, die an Betroffene des Ukraine Kriegs spendet! Sie befindet sich im HANGAR 1 vom Flughafen Tempelhof! Benötigt werden Zeit (wenn du helfen willst, Dinge zu sortieren, zu packen etc.) und –  entgegen vieler Fake News, die zur Zeit kursieren – jegliche Sachspenden & Kleider, die kein Müll sind! Mehr Infos bei der Spendenbrücke Ukraine.

Was genau benötigt wird, wo man seine "Zeit spenden" kann und wo, wie & wann du helfen kannst erklärt Michael Elias im Podcast:

Folge 0 | 09.03.2022 | 3:25

Spendenbrücke Urkaine: Interview mit Michael Elias

Portal zur Bündelung von Spenden für die akute Hilfe in der Ukraine und für die Menschen, die in Berlin Schutz suchen.
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Tipp aus der rs2 Community: Spendenaktion!

Was?
Ein Tipp aus der rs2 Community erreichte uns. Worum geht's? Eine Spendenaktion in Blankenfelde-Mahlow!

Was wird benötigt?
Es werden Sachspenden gesammelt, die am 10.03.2022 an die polnisch-ukrainische Grenze gebracht werden. Bis zum 09.03. können die Spenden nach telefonischer Absprache abgegeben werden:

0152/ 224 49 009 oder 03379/ 37 80 243 

Wo?
MBS Märkische Bauservice GmbH
Adresse: Klabundring 37
15827 Blankenfelde-Mahlow

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Tierschutzverein Berlin: Geflüchtete mit Haustieren

Für Ukrainische Geflüchtete mit Haustieren werden kostenlose Tierbehandlungen angeboten. Außerdem werden Sachspenden gesucht, die an die polnische Grenze zur Stiftung Centaurus gefahren werden, von dort werden diese an die ukrainische Grenze gebracht. Benötigt werden:

  • Hunde- & Katzentransportboxen – alle Größen
  • Leinen, Halsbänder, Geschirre – alle Größen
  • Näpfe
  • warme Decken/Wärmedecken
  • Hundemäntel – alle Größen
  • Entwurmungsmittel für Hunde und Katzen
  • Desinfektionsmittel & Verbandszeug
  • Camping-LED-Lampen

Falls du geflüchtete Ukrainer kennst, die ein Haustier mit dabei haben, kannst du dich ebenfalls an den Tierschutzverein wenden. Der Tierschutzverein für Berlin setzt sich dafür ein, geeignete Unterkünfte zu finden. Mehr Infos findest du hier!

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Psychologische Hilfe im Krisenchat Ukrainian

Психологічна підтримка українською та російською мовоюPsychological Counseling for Children in Ukrainian and Russian language

Der Krisenchat Ukrainian bietet eine freie psychologische Beratung für Menschen an, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind – auf Englisch und Ukrainisch.

Was bietet der Krisenchat?

  • Er ersetzt keine Langzeittherapie, aber freundliche, gut Ausgebildete stehen als erste Anlaufstelle im Chat zur Verfügung und stehen Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite
  • Übungen, die gegen Angst & Panikattacken helfen
  • Anti-Stressübungen
  • Er gibt Raum zum Sprechen und Möglichkeiten, gehört zu werden

Wie funktioniert der Chat?

Ganz einfach! Einfach per WhatsApp oder SMS an diese Nummer schreiben:

+49 157 35993126

und mit dem Chatten loslegen!

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Neben den Geldspenden, benötigen die Menschen auch Sachspenden:

Wo du Sachspenden abgeben kannst:

Folgendes wird benötigt:

  • Hygieneprodukte, z.B. Tampons, Windeln, Binden, Zahnpasta, Zahnbürsten, Shampoo, etc.
  • Medikamente, wie Schmerzmittel, Allergiker, fiebersenkende Mittel, Augentropfen, Iod, Desinfektionsmittel, etc. (Natürlich ORGINALVERPACKT!)
  • ErsteHilfe-Sets
  • Schlafsäcke, Rettungsdecken, Decken, Kissen, Isomatten, Handtücher
  • Nahrungsmittel, wie Babynahrung, Kaffee, Tee, Essen in Dosen, etc.
  • Kleidung im guten Zustand – vor allem auch ThermoKleidung
  • FFP2Masken oder Schnelltests

Adressen: 

Avus Rastplatz
Hier findet ihr einen LKW, der Sachspenden sammelt.
Erkennbar an einer ukrainischen Flagge.
Halenseestraße 51, BAB115
14055 Berlin
Abgabe: ab 09.00 Uhr

Kfz Meisterbetrieb Erol
Ahmet Erol sammelt allerlei Sachspenden und bringt sie persönlich an die ukrainische Grenze.
Ahornstr. 26
14482 Potsdam
Abgabe: den ganzen Tag

The Door Club
Joachimsthaler Straße 25
10719 Berlin
Abgabe: Montag, 28.02.22, 15 bis 18 Uhr

Pilecki-Institut
Pariser Platz 4a
10117 Berlin
Abgabe: Täglich von 10-18 Uhr 

VF Logistik
TOR 15
Wallendorfer Str. 7-9
13435 Berlin
Abgabe: Montag, 28.02.22, bis 16 Uhr 

Ukraine-Hilfe Lobetal
Bodelschwinghstr. 5
16321 Bernau bei Berlin
Abgabe: Montag bis Freitag 8-12 Uhr und Mittwoch 8-18 Uhr 

 

 

Hier wird vermittelt:

Netzwerk Berlin Hilft
Falls du Bekannte aus der Ukraine hast, die fliehen: Bei Netzwerk Berlin Hilft bekommst du Antworten auf juristische Fragen wie, Aufenthalt, Sozialleistungen und Co

Link: https://berlin-hilft.com/ukraine/

Ukrainehelpberlin
Hier werden Fahrten von Polen nach Deutschland und private Unterkünfte in Berlin organisiert. Außerdem findest du eine Liste mit ukrainischen Hilfsorganisationen für Spenden.

Link: https://linktr.ee/ukrainehelpberlin

Albatros e.V. (Betreiber von Geflüchtetenunterkünften)
Hier werden Mitarbeiter gesucht, die für den Aufbau weiterer Unterkünfte für Kriegsflüchtlinge in Berlin gebraucht werden. 

Link: https://www.albatrosev.de/ueber-uns/

Folge 0 | 25.02.2022 | 2:09

Dmytro Interview aus dem Radio

Aus dem Radio haben wir den Part übersetzt für euch zur Verfügung gestellt. Das ganze Interview findet ihr darunter.
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Folge 0 | 25.02.2022 | 10:07

Gerlinde Jänicke Interview im Ukraine-Konflikt: Dmytro Flucht mit der Familie im Auto

Dmytro ist auf der Flucht, mit dem Auto versucht er seine Familie in Sicherheit zu bringen. Hier das ganze Interview.
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Hier findest Du das ganze Interview als Text

  • Gerlinde:
    Hallo hier ist Gerlinde. Du hast gerade mit meinem Kollegen Markus telefoniert. Wir sind sehr dankbar mit dir reden zu können. Erzähl uns von eurer Situation. Ihr seid in einem Auto, ihr flieht gerade. Wo flieht ihr hin? Wo kommt ihr her?

    Dmytro:
    Ja, ich bin gerade im Auto aus Kiew nach Lviv. Wir haben gerade einen großen Stau. Ich fahre schon 14 Stunden ohne Stopp und wir sind ungefähr auf der Hälfte des Weges.

    Gerlinde:
    Du bist mit deiner Familie unterwegs?

    Dmytro:
    Ja, ich bin mit meiner Familie weggefahren. … Die Verbindung ist nicht gut. Ihr seid die Ersten, die mich auf der Straße erreichen konnte. Die Verbindung ist gerade nicht gut.

    Gerlinde:
    Die Verbindung ist perfekt. Sag uns, mit wem du genau zusammen bist, wer ist Teil deiner Familie, was siehst du gerade, was ist die Situation und wie fühlst du dich?

    Dmytro:
    Ich sehe eine Straße voll mit Autos. Der Stau ist sehr zäh. Gerade fahre ich vielleicht 5 km/h in meinem Volkswagen. In Richtung Lviv ist die Straße voll. Es kommen Autos aus allen möglichen Regionen der Ukraine. Das können wir anhand der Nummernschilder erkennen. Wir sehen Kiew, Charkiw, Tscherkassy, Odessa. Also Menschen aus Zentral- und der Ostukraine auf dem Weg in den Westen der Ukraine. Wahrscheinlich nach Westen in Richtung der Grenze. Es gibt Neuigkeiten, dass Polen die Grenze für alle Ukrainer geöffnet hat. Ohne Corona-Beschränkungen. In der Ukraine wurde allerdings eine vollständige Mobilmachung angekündigt. Das bedeutet, dass Männer zwischen 18 und 60 das Land nicht verlassen dürfen. Frauen und Kinder dürfen das Land verlassen. Den Männern ist dies verboten. Auf der anderen Straßenseite, landeinwärts, ist es meistens leer. Manchmal sieht man Millitärfahrzeuge.

    In Richtung Lviv sind überall Autos, die in Richtung Westen fahren um vor den russischen Truppen zu entkommen. In meinem Nachbarschafts-chat habe ich Nachrichten gelesen, in denen angekündigt wird, dass in Kiew ein Luftangriff ist. Luftangriff, so heißt das auf Deutsch, oder? Meine Nachbarn haben die Nacht mit ihren Kindern in ihrem Keller verbracht. Vielleicht nicht die ganze Nacht. Es gab eine Spekulation, dass es um 3 oder 4 Uhr morgens einen Raketenangriff geben würde. Ich weiß es nicht. Hoffentlich ist nichts mit meinem Haus passiert. Ich habe Leute sagen hören, dass es Explosionen in Kiew gab. Irgendwas wurde getroffen. Definitiv viele Explosionen in Kiew. Aber ja, ich kenne die Details nicht, ich weiß nicht, was genau passiert ist.

    Gerlinde:
    Wie fühlst du dich gerade? Wie fühlt sich deine Familie? Wie fühlen sich deine Kinder?

    Dmytro:
    Es sind schlaflose Nächte, wenig oder fast gar keine Ruhe. Die Kinder werden ein bisschen verrückt, weil wir so lange fahren. Das ist für sie normalerweise schon stressig. Wir bleiben wach.

    Gerlinde:
    Was habt ihr mitgenommen?

    Dmytro:
    Das nötigste und die Sachen, die uns am liebsten sind. Wir haben viel in unserer Wohnung in Kiew zurückgelassen. Wir hoffen, dass wir zurückkönnen. Das hängt aber von der Situation ab. An der Frontlinie ist die Verbindung ziemlich schlecht. Von dem was ich mitbekommen hab, sieht es wie ein russischer Blitzkrieg aus. Der erste Tag war für sie nicht erfolgreich. Sie haben von überall zugeschlagen aber wenigstens ist die ukrainische Verteidigung nicht in einem Tag gefallen. Das war wahrscheinlich deren Plan. Wir werden sehen, wie sich das entwickeln wird.

    Gerlinde:
    Du scheinst sehr ruhig zu sein. Wie schlimm ist deine Angst? Wie schlimm ist die Angst deiner Familie?

    Dmytro:
    Komm schon. Emotionen helfen in dieser Situation nicht. Ich könnte weinen. Ich weiß nicht. Ich habe viele Emotionen über Herr Putler (Putin + Hitler) und seine Streitkräfte. Warum sollen wir von unserem Zuhause fliehen? Warum überhaupt? Ich soll fliehen, damit ich meine Kinder von Zuhause wegbringen kann. Manchmal stoppt der Verkehr komplett und die Leute kommen aus ihren Autos raus und reden ein wenig miteinander. Grundsätzlich bleiben die Leute ruhig. Aber ehrlich, sie sind schockiert und all das ist sehr stressig. Aber es hilft nichts, wenn du verrückt wirst. Du musst dich auf deine Aufgabe konzentrieren. Meine Aufgabe ist es meine Familie nach Lviv zu unseren Verwandten zu bringen. Wir haben Freunde, die auf uns warten. Das ist gerade mein Ziel.

    Gerlinde:
    Glaubst du, dass du mit deiner Familie zusammenbleiben wirst oder glaubst du, dass ihr getrennt werdet?

    Dmytro:
    Wir werden sehen, es gibt viele mögliche Optionen. Ich weiß es wirklich nicht. Wir werden sehen.

    Gerlinde:
    Ich habe gehört, dass es gerade sehr schwer ist an Informationen zu kommen. Woher bekommt ihr eure Informationen? Ihr hat bestimmt noch nicht mal ein Radio, in dem ihr die Wahrheit über alles hört. Was passiert jetzt gerade?

    Dmytro:
    Nein, ich habe erst neulich ein Radio besorgt. Keine gute Qualität, aber ich bekomme trotzdem Nachrichten. Manchmal funktioniert auch das Internet. Auf dieser Straße ist keine gute Verbindung aber manchmal verbinden sich die Nachrichtendienste mit dem Internet. Dann kann ich nachschauen, Nachrichten lesen und social media checken.

    Gerlinde:
    Du hast gerade eine sehr gute Verbindung nach Deutschland. Du bist im deutschen Radio. Was sind eure Erwartungen? Was sind eure Gedanken? Was willst du uns hören lassen?

    Dmytro:
    Ich möchte, dass ihr hört, dass Leute vom Krieg fliehen. Wenn ukrainische Soldaten auf der anderen Staßenseite kommen, um auf die russischen Truppen zu treffen, winken wir ihnen. Wir unterstützen sie. Ich sehe, dass die Soldaten eine gute Moral haben. Sie lächeln und winken zurück. Es gibt ein Geist, eine Grundhaltung, dass wir Widerstand leisten werden. Es sind sehr schwierige Zeiten.

    Gerlinde:
    Willst du kämpfen? Würdest du kämpfen, wenn du müsstest?

    Dmytro:
    Sicher. Sicher. Das würde das ganze Land. Vielleicht ist das unser großer patriotischer Krieg.

    Gerlinde:
    Du arbeitest für eine Wohltätigkeitsorganisation, ein ziemlich friedlicher Job. Würdest du immer noch zum Krieg gehen, wenn du müsstest?

    Dmytro:
    Wir waren ein friedliches Land bis Russland bei uns eingefallen ist. Es ist unsere Pflicht unserem Land zu helfen und unsere Nation zu verteidigen. Da nun die vollständige Mobilisierung aktiviert ist, werde ich schauen, was passiert, wenn ich in Lviv bin. Wir werden sehen, was die nächsten Entwicklungen sind.

    Wir können die Armee auf vielen Wegen unterstützen. Leute spenden oder geben Informationen. Die Idee ist, dass wir uns vereint gegen die russischen Aggressionen wehren. Die Soldaten, die an der Front kämpfen können, kämpfen auch. Die Menschen, die helfen wollen, helfen wo sie können.

    Viele meiner Kollegen bleiben zurück und helfen. Viele von ihnen sagen: „Ich hab meine private Waffe, ich werde mich nicht aus Kiew zurückziehen. Ich werde meine Familie beschützen, wenn die russischen Invasoren nach Kiew kommen.

    Ich weiß, dass Deutschland eine pazifistische Nation ist. Wir waren bis 2014 auch eine pazifistische Nation. Bis dahin war unsere Armee klein. Aber 2014 sind die russischen Truppen im Donbass einmarschiert. Jetzt attackieren sie uns auf ganzer Ebene, sogar in Kiew. Sogar mit Raketen. Es ist einfach verrückt. Es ist unglaublich. Obwohl der Krieg gegen Russland seit 2014 andauert, konnte ich es bis zum letzten Moment nicht glauben. Bis zur letzten Nacht. Es ist einfach verrückt. Ein Land in Europa wird mit Raketen angegriffen. Es ist unglaublich, aber es passiert. Was sollen wir machen? Entweder aufgeben oder uns zur Wehr setzen?!

    Gerlinde:
    Wie lange müsst ihr noch mit dem Auto fahren? Wie viele Stunden, bis ihr an eurem Ziel ankommt?

    Dmytro:
    Gute Frage. Ich würde sehr gerne eine Vorhersage hören denn mit dem GPS ist es nicht möglich eine genaue Vorhersage zu treffen.

    Gerlinde:
    Wie lang hast du nicht geschlafen? Wie viele Stunden bist du jetzt schon wach?

    Dmytro:
    Ich bin ungefähr 5:30 letzte Nacht aufgewacht. Ich wurde von einer Explosion aufgeweckt. Ich hab die Nachrichten geschaut und verstanden, dass das Krieg ist. Seitdem bin ich wach.

    Gerlinde:
    Bitte fahrt vorsichtig. We hoffen sehr, dass ihr euer Ziel erreicht. Wir hoffen, dass du und deine Familie sicher bleiben. Wir danken euch sehr, dass ihr mit uns gesprochen habt. Wir wünschen euch das Beste, wir denken an euch, wir denken an die Ukraine.

    Dmytro:
    Danke. Meine Kinder gehen in eine Schule, wo sie Deutsch und nicht Englisch als erste Fremdsprache lernen. Ich bin irgendwie Deutscher, wie ihr. Ich habe ein Jahr lang in Deutschland studiert und meinen Kindern empfohlen auf eine Schule zu gehen, wo sie Deutsch lernen würden. Vielleicht sagen sie Tschüss zu euch

    Gerlinde:
    Ja, ihr seid willkommen. Passt bitte auf euch auf, ich hoffe, dass ihr nach Hause könnt und dass euer Haus noch da ist, wo es mal war und dass alles gut ist.

    Dmytro:
    Danke

    Gerlinde:
    Ich glaube, dass wir so lange wie wir können in Kontakt bleiben. Habt ihr genug Benzin? Gibt es Tankstellen auf dem Weg, wo ihr tanken könnt?

    Dmytro:
    Ich habe glücklicherweise Benzin auf dem Weg bekommen. Hoffentlich genug um zum nächsten Ort zu kommen, wo es hoffentlich noch eine Tankstelle gibt. Wir werden sehen. Es gibt Autos auf der Straße, die bereits kein Benzin mehr haben.

    Gerlinde:
    Leute müssen anhalten, weil ihr Tank leer ist?

    Dmytro:
    Sieht so aus. Ich habe manche Autos gesehen, die verlassen waren.

    Gerlinde:
    Wir können uns sowas kaum vorstellen.

    Dmytro:
    Ich weiß nicht, vielleicht aus einem anderen Grund. Aber ich denke, weil sie keinen Tank mehr haben.

    Gerlinde:
    Wir bleiben in Kontakt. Danke, dass ihr mit uns gesprochen habt. Die Verbindung war sehr gut. Fahrt vorsichtig und danke vielmals, dass ihr heute mit uns geredet habt.

rs2_peace_2022
rs2_peace_2022

Was kann ich tun?

Setze ein Zeichen für den Frieden!

1. Zusammen singen für den Frieden
Der Landesmusikrat, der Chorverband Berlin und weitere Verbände laden Berliner Chöre und Ensembles sowie Musiker dazu ein, heute, am 25.02.22 um 18 Uhr am Brandenburger Tor gemeinsam für den Frieden zu singen! Mehr Infos gibt es hier.

2. Berlin: Großdemo am Sonntag, den 27.02.2022 um 13 Uhr auf der Straße des 17. Juni. Setze ein Zeichen für den Frieden! Hinweis der Veranstaltenden: Bitte geimpft und getestet und mit Maske zur Demo kommen! Hier mehr Infos.

Folge 0 | 25.02.2022 | 1:59

Gerlinde Jänicke Interview im Ukraine-Konflikt: Valeria aus St. Petersburg

Nach den jüngsten Ereignissen in der Ukraine haben wir mit einer Betroffenen aus St. Petersburg gesprochen. Sie beschreibt uns, wie sich die Situation für die russische Bevölkerung anfühlt.
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Bronski Beat mit Smalltown Boy

Liveradio

Liveradio

Wann immer etwas passiert - wir halten dich in unserem Programm auf dem Laufenden!


Es läuft:
Bronski Beat mit Smalltown Boy

Hier kannst du spenden:

1. SOS-Kinderdorf
Das SOS-Kinderdorf Ukraine hat neue Maßnahmen eingeleitet, um vom Ukraine-Konflikt betroffenen Kindern und Pflegefamilien zu helfen. Zurzeit wird ein Notfall-Plan für Familien, die in Sicherheit gebracht werden, vom SOS-Kinderdorf umgesetzt. Spenden kannst du hier, auch einmalige Spenden sind möglich.

2. Brot für die Welt
Brot für die Welt kümmert sich aktuell um ein Projekt, bei dem qualifizierte Psychologinnen und Psychologen in Kiev ausgebildet werden, die vor Ort helfen. Traumatisierte Menschen, die durch die unbeständige politische Lage täglich zu kämpfen haben, sollen psychologische Betreuung erhalten. Spenden kannst du hier.

3. Caritas
Vor Ort sind aktuell Teams der Caritas, die durch Ortschaften an der Front fahren und Menschen in Not mit lebensnotwendigen Dingen ausstatten. Teile der Teams bestehen auch aus medizinischen Helfern. Spenden kannst du hier.

4. Deutsches Rotes Kreuz
Vor allem Menschen in der Ukraine, die besonders verletzlich und schwach sind und Hilfe besonders dringend nötig haben, werden aktuell vom DRK mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt. Mit Spenden sollen nun weitere Projekte, die den derzeitigen Ukraine-Konflikt betreffen, ausgeweitet werden. Einen Wunschbeitrag kannst du jetzt hier spenden!