Tipps für schöne und gesunde Füße

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Unsere Füße bilden das Fundament unseres Körpers. Sie sind wichtig für die Fortbewegung und noch wichtiger: für die eigene Körperhaltung und die Gesundheit der Wirbelsäule, der Hüfte und der Knie. Gerade im Sommer verbringen unsere Füße dank Sandalen, Zehentrennern, Pantoletten und Co. außerdem viel Zeit an der freien Luft. Dementsprechend wichtig sind schöne und gesunde Füße. Das sind die besten Tipps für gepflegte Füße:

Tipp 1: So viel wie möglich barfuß laufen

Der einfachste Tipp für gesunde Füße: Seien Sie so viel wie möglich barfuß unterwegs. Das bietet sich vor allem (aber nicht nur) an warmen Sommertagen an, in denen man entspannt eine Runde im Garten, im Park oder am Strand drehen kann. Doch auch zu Hause in den eigenen vier Wänden sollten Schuhe besser im Schrank bleiben. Barfuß zu gehen stärkt nämlich nicht nur die Muskulatur in den Füßen, sondern wirkt sich auch positiv auf Gelenke, Sehnen und Bänder aus. Sie sollten daher keine Gelegenheit verstreichen lassen, ohne Schuhe und Socken unterwegs zu sein.

Viele Läufer schwören sogar auf das Laufen ohne Schuhe: Durch die Unebenheiten im Boden werden die Füße massiert, was die Durchblutung verbessert. Barfuß zu laufen verbessert darüber hinaus die eigene Haltung und kann zu einer besseren Laufleistung beitragen.

Vor einer vermehrten Hornhautbildung oder Fußpilz braucht man dabei übrigens keine Angst zu haben – im Gegenteil: Während Schuhe – und Sportschuhe im Besonderen – zu einem feuchtwarmen Klima am Fuß beitragen, das als Ursache für diese Beschwerden gilt, bleiben die Füße beim Barfußgehen oder -laufen trocken und damit gesund.

Tipp 2: Füße regelmäßig pflegen

Bei der täglichen Pflegeroutine werden die Füße häufig vergessen oder einfach übergangen. Ein Fehler, denn gerade dieser Körperteil benötigt eigentlich besonders viel Aufmerksamkeit und Pflege. Häufig stecken unsere Füße den Großteil des Tages in luftundurchlässigen oder zu engen Schuhen, was zu erheblichen Beschwerden führen kann. Abhilfe schafft da nur eine regelmäßige Fußpflege.

Zum einen sollten Füße regelmäßig mit Seife gewaschen werden, auch ein gelegentliches Peeling, um abgestorbene Hautschuppen zu entfernen, kann gelegentlich nicht schaden. Beim Abtrocknen dürfen die Zehenzwischenräume keinesfalls vergessen werden, da sich dort ansonsten schnell Fußpilz bilden kann. Nach dem Waschen sollten die Füße mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen oder Cremes eingecremt werden. Besonders geeignet dafür sind Produkte, die beispielsweise Urea, Aloe Vera oder Mandelöl enthalten, da diese besonders viel Feuchtigkeit spenden.

Darüber hinaus sollten Sie die Hornhaut an den Füßen entfernen, um keine Risse oder trockene Haut zu riskieren. Meist reicht dafür das regelmäßige Eincremen der Füße aus, bei hartnäckigen Fällen kann auch ein Bimsstein verwendet werden, um die harten Hautstellen abzureiben. Leichter funktioniert das Entfernen der Hornhaut übrigens, wenn die Haut weich ist, also beispielsweise nach einem Vollbad oder einem Fußbad.

Tipp 3: Wohltuende Fußmassagen und -bäder

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Nach einem langen Tag auf den Beinen sind Fußmassagen besonders entspannend. Kein Wunder: Rund 10.000 Schritte täglich gelten als Empfehlung, da haben die Füße so einiges zu tun – oder eher zu tragen. Rund 70.000 Nervenzellen sitzen an unseren Füßen – und diese freuen sich über die Zuwendung bei einer Massage. Diese können Sie entweder selbst durchführen, Ihren Partner oder Ihre Partnerin darum bitten oder eine professionelle Fußreflexzonenmassage in Anspruch nehmen.

Die Vorteile einer Fußmassage: Die Füße werden besser durchblutet, Verspannungen und Schmerzen werden gelöst und der Körper entspannt sich.

Wer sich ein besonderes Wellnessprogramm gönnen möchte, kann vor der Massage außerdem noch ein Fußbad mit entspannenden Ölen oder Badezusätzen gönnen. Bei sommerlicher Hitze trägt ein kaltes Fußbad besonders zur Entspannung bei, während im Winter warmes Wasser für zusätzliches Wohlbefinden sorgt. Wechselbäder fördern die Durchblutung der Beine. Je nachdem welche Zusätze Sie verwenden, kann ein Fußbad außerdem bei medizinischen Beschwerden behilflich sein – im Zweifelsfall sollten Sie allerdings vorab ihren Arzt konsultieren, um keine Verschlimmerung der Beschwerden hervorzurufen.

Tipp 4: Nägel richtig schneiden

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Zu schönen und gesunden Füßen gehört nicht nur eine gepflegte Haut, sondern auch gepflegte Nägel. Wichtig dabei: Die Zehennägel niemals rund abschneiden, um kein Einwachsen der Nägel zu riskieren. Stattdessen werden die Nägel nur gerade abgeschnitten oder mit einem Nagelknipser abgezwickt. Gegebenenfalls können die Ränder dann noch mit einer Feile bearbeitet werden, wobei immer nur in eine Richtung gefeilt werden sollte, damit die Nägel nicht einreißen.

Achten Sie darauf, die Nägel nicht zu kurz zu schneiden, um keine schmerzhaften Stellen zu riskieren. Zu lange sollten die Zehennägel allerdings auch nicht werden: Mindestens alle drei Wochen sollten Sie diese kürzen. Bei trockenen Fußnägeln werden außerdem pflegende, feuchtigkeitsspendende Nagelöle verwendet, um zu verhindern, dass die Nägel brechen. Wer nicht sicher ist, wie lange die Fußnägel sein sollten oder wem die ganze Pflegeprozedur schlicht zu aufwendig ist, der kann gegebenenfalls auch einfach eine kosmetische Fußpflege in Anspruch nehmen. Der Fußpfleger sorgt bei der Pediküre nicht nur für die richtige Länge der Nägel, sondern pflegt auch den restlichen Fuß und entfernt beispielsweise überschüssige Hornhaut, was definitiv zu gesunden Füßen beiträgt.

Tipp 5: Passende Schuhe auswählen

Um Problemen und Beschwerden von Anfang an vorzubeugen, sollte der Auswahl passender Schuhe eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dabei sollten nicht nur die Optik des jeweiligen Modells oder aktuelle Trends beachtet werden, sondern vor allem die Passform. Neben der richtigen Schuhgröße spielt außerdem die Weite des jeweiligen Schuhs eine bedeutende Rolle, denn nicht jeder Fuß ist gleich breit. Das Schuhwerk darf weder zu eng, noch zu weit sein, um keine unangenehmen Druckstellen, Blasenbildung oder im schlimmsten Fall Fußfehlstellungen zu riskieren.

Laut einer Studie des Deutschen Schuhinstituts (DSI) tragen mehr als drei Viertel aller Verbraucher hierzulande eine falsche Schuhgröße. Wer sichergehen will, sollte seine Füße im Zweifelsfall daher im Fachhandel vermessen lassen und bei der Auswahl verschiedene Modelle anprobieren. Vor allem bei Kindern ist dieser Punkt besonders wichtig, wobei hier ein kleiner Freiraum in den neuen Schuhen wichtig ist, damit die Füße noch in die neuen Schuhe hineinwachsen können. Doch auch Erwachsene sollten nur Modelle kaufen, die wirklich hundertprozentig passen, nirgendwo drücken und nicht zu groß sind.

Ebenfalls wichtig bei der Auswahl neuer Schuhe: Setzen Sie vor allem auf natürliche Materialien wie Leder und Stoff. Diese sind im Gegensatz zu Plastikschuhen atmungsaktiv und bequem und tragen so zu einem gesunden Fuß und einem gesunden Fußklima bei. Beachten Sie außerdem die Dämpfung der Schuhe: Das Fußbett sollte nicht zu weich, aber auch nicht zu hart sein, um eine optimale Bewegung des Fußes sicherzustellen.

Tipp 6: Füße regelmäßig und richtig trainieren

Wer keine Fußfehlstellungen riskieren möchte, sollte seine Füße regelmäßig trainieren. Kleine Übungen im Alltag reichen dafür meist vollkommen aus und verursachen kaum Aufwand – haben dafür aber eine umso größere Wirkung auf den gesamten Körper: Durch regelmäßige Übungen stärken Sie nämlich nicht nur die Füße, sondern darüber hinaus auch Ihre Knie, Hüfte und die Wirbelsäule. Für eine richtige Körperhaltung sind trainierte Füße essentiell.

Im Web finden sich zahlreiche Anleitungen und Videos für eine kurze Trainigseinheit – meist reichen kleine Übungen, die das Gefühl für die eigenen Füße und Zehen verbessern, aber vollkommen aus. So können Sie beispielsweise abwechselnd ein paar Meter auf den Außen- und Innenkanten der Füße gehen, wobei Sie unbedingt vermeiden sollten, in eine X-Bein-Stellung zu wechseln. Anschließend gehen Sie ein paar Meter auf den Zehenspitzen, dann auf der Ferse. Es ist auch möglich, etwas mit den Zehen zu greifen und so vom Boden aufzuheben. Hier gibt es viele Möglichkeiten, um die eigenen Füße zu stärken und das eigene Körperbewusstsein zu trainieren. Wichtig ist nur, dass Sie die Übungen regelmäßig durchführen und bei Beschwerden Ihren Arzt kontaktieren, um etwaige Fehlstellungen schnell behandeln zu können.

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