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TOP - AUSFLUGSZIELE IN UND UM BERLIN

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Berlin ist eine Millionenmetropole und macht anderen Großstädten wie London oder Paris Konkurrenz. Was Besucher aus aller Welt anzieht, ist die Kultur- und Museumslandschaft. Natürlich wirkt auch die Geschichte der Jahrzehnte andauernden Teilung als Magnet. Berlinern wird der Trubel manchmal zu viel. Wo ziehen sich diese dann hin zurück? Kleingärten und Parks sind nur Teil der Antwort, wenn auch ein besonders beliebter.

Berlin ist eine grüne Stadt, in der sich zu Fuß oder mit dem Rad viele stille Flecken mit ihrer ganz besonderen Schönheit entdecken lassen. Die Umgebung hat ebenfalls viel Sehenswertes, für Jung und Alt, zu bieten. Besucher müssen sich nur von dem Gedanken lösen, dass Berlin aus Spree, Kanzleramt, Reichstag und Fernsehturm besteht. Die Stadt kann so viel mehr an Ausflugszielen bieten, wenn die Bereitschaft für etwas Neues da ist.

RADTOUREN & WANDERN: BERLIN UND BRANDENBURG ENTDECKEN

Berlin: In den Köpfen vieler geht es hier um Kudamm, Marzahn oder den Alex und Fernsehturm. Wer selbst schon in Berlin war, hat vielleicht nicht das Mauermuseum vor Augen oder den Potsdamer Platz. Meistens prägen Straßen und immer höher werdende Wolkenkratzer den Eindruck der Hauptstadt Berlins. Rasantes Wachstum, moderne Büro- und Wohntempel, die Stadt pulsiert. Viele Touristen, die Berlin von diesem Blinkwinkel aus erleben, vergessen die grünen Facetten der Stadt und konzentrieren sich auf die Partywelt.

Tiergarten und der ehemalige Flugplatz Tempelhof sind nur zwei Areale, mit sich Berliner der Natur verbunden fühlen. Gerade im Sommer, wenn sich der Asphalt zunehmend aufheizt und das eine oder andere Sommergewitter die stickige Luft reinwäscht, suchen Berliner Entspannung in Parks und öffentlichen Gärten oder den unzähligen Kleingartenanlagen der Stadt.

Berlin hat aber noch mehr zu bieten. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass entlang der Stadtgrenzen ein Wanderweg verläuft. Das alpine Berlin - an Alpengipfel wird hier niemand denken. Trotzdem hat der DAV (Deutsche Alpenverein) den Wanderweg federführend ins Leben gerufen. Aber auch rund um Berlin gibt es mit dem Rad viele Ziele zu entdecken, wie:

  • Spree
  • Schwielowsee
  • Müggelberg
  • Döberitzer Heide

Wer den Sommer im Grünen genießen will, kommt zu Fuß oder mit dem Rad in und um Berlin auf seine Kosten. Welche Ziele sind besonders lohnenswert?

DAS ALPINE BERLIN: WANDERN RUND UM DIE HAUPTSTADT

Besucher, welche zum ersten Mal vom Rundwanderweg um die Hauptstadt erfahren, reagieren wahrscheinlich verwundert. Alpin und Berlin: beides passt eigentlich nicht so ganz zusammen. Initiiert hat das Ganze der Deutsche Alpenverein. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums entstand der aus sieben Etappen bestehende Rundwanderweg. Insgesamt erstreckt sich der Wanderweg über eine Distanz von 150 Kilometern und umschließt das Stadtzentrum. Zu den Stationen des Rundwanderwegs gehören:

  • Karow
  • Ahrensfelde
  • der Wuhletalwächter
  • Schwarzwassersee
  • Französisch Buchholz

Die einzelnen Etappen sind sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und eigenen sich für Spaziergänge oder ganztätige Wanderungen. Wer sich am kompletten Wanderweg versuchen will, sollte gut zu Fuß sein, da einzelne Touren mehr als 25 Kilometer Länge haben.

Tipp: Abschnittsweise ist der Rundwanderweg auch auf zwei Rändern befahrbar.

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RADTOUR DÖBERITZER HEIDE

Die Döberitzer Heide ist eines der Naherholungsziele für alle Berliner, die den Mief der Großstadt an warmen Frühlingstagen und im Sommer hinter sich lassen wollen. Zwischen Potsdam, Wustermark und Spandau gelegen, ist die Döberitzer Heide einerseits mit den Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. Andererseits können sich Berliner auch aufs Rad schwingen und entlang der Spree über Wilhelmstadt direkt in die Heide fahren.

Das Areal ist zwar weniger für Stadträder tauglich. Wer sich mit dem Mountainbike in die Döberitzer Heide wagt, wird mit besonderen Eindrücken belohnt. Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide ist die Heimat berühmter Tierarten, die in freier Wildbahn teils als bereits ausgestorben galten, wie:

  • Wisent
  • Przewalski-Pferd.

Speziell für Familien ist der Erlebnishof interessant. Wer etwas Geschichte erleben will, kann das Olympische Dorf entdecken. Sofern nach einer anstrengenden Tour die Beine nicht mehr so richtig wollen, bietet der Bahnhof Dallgow-Döberitz einen Anschluss an den öffentlichen Personenverkehr.

FAHRRADTOUR WANNSEE – GRUNEWALDTURM

Wannsee und Grunewald sind auch Nicht-Berlinern ein Begriff. Auch (oder gerade) durch die Musik. Wer sich auf dem Rad etwas mehr zutraut und eine gut Grundkondition mitbringt, kann hier Berlin von einer seiner schönen Seiten erleben. Allerdings ist die Tour vom Anspruch her nicht ganz ohne. Auf über 70 Kilometern wird die Ausdauer schon etwas mehr gefordert.

Start und Endpunkt ist der Bahnhof Westkreuz, von dem es über die Glienicker Brücke Richtung Grunewaldturm geht. Die Strecke der Tour führt mehrheitlich über befestigte Wege. Das Höhenprofil ist, wie für Berlin typisch, zu bewältigen. Aufgrund der Entfernung sollte sich allerdings niemand zuviel zumuten. Der Grunewaldturm überblickt mit seiner Aussichtsplattform übrigens nicht nur den Grunewald. Wer sich die Zeit für einen Rundumblick nimmt, kann Havellandschaft und Berlin in ihrer ganzen Schönheit erleben.

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ORANIENBURG – BIESENTHAL UND ZURÜCK

Von der Länge her noch ein wenig „knackiger“ als die Strecke rund um den Wannsee, führt die Radtour von Oranienburg über Biesenthal und Finowfurt wieder nach Berlin zurück. Sobald mit dem Rad Berlin hinter sich gelassen wird, geht es über kleine Straßen und Wege durch Felder, kleine Dörfer im Umland und an Seen/Teichen vorbei.

Biesenthal ist mindestens seit dem Frühmittelalter besiedelt gewesen und war durch eine Burg gesichert. Deren Grundmauern sind heute noch sichtbar. Von Biesenthal geht es weiter nach Finowfurt mit dem Luftfahrtmuseum Finowfurt. Über Marienwerder und Prenden geht es wieder zurück Richtung Bahnhof Oranienburg.

RADTOUR UND WANDERUNGEN VORBEREITEN: WAS IST ZU BEACHTEN?

Berlin ist nicht die Alpen. Damit fallen einige Vorbereitungen für den hochalpinen Raum natürlich weg. Auf die leichte Schulter sollte die Vorbereitungen niemand nehmen. Zur Grundausstattung gehören:

  • Essen
  • Flüssigkeit (Wasser oder ungesüßter Tee)
  • Schuhwerk
  • Funktionierendes Equipment
  • Windstopper und Co.

Letzteres zielt einfach auf die richtige Bekleidung ab. Klar, bei 25°C im Schatten und keiner Wolke am Himmel braucht es sicher kein Regenzeug. Zip-Off Hosen für Wald- und Wiesenabschnitte sind aber genauso angebracht wie ein Sonnenhut und Bekleidung, die einen gewissen UV-Schutz gewährleistet.

Zusätzlich sollte zur Ausrüstung eine Tube Sonnencreme, gerade im Sommer, gehören. Ganz wichtig ist das Packen eines kleinen Notfall-Sets. Letzteres enthält wichtige Ausrüstung, die unterwegs gebraucht werden kann, wie Pflaster, Schere und ein Taschenmesser. Zeckenzange oder Zeckenkarte finden sicher auch noch im Rucksack Platz. Denn je schneller die kleinen Blutsauger entfernt werden, umso besser.

Ferner ist es wichtig, die eigenen Fahrräder vor einer Radtour gründlich zu inspizieren. Dies gilt umso mehr, wenn diese den Winter und auch den Frühling über noch ihr Dasein im Keller fristen mussten. Mögliche Schwachstellen wie zum Beispiel die Fahrradkette sollten dann genauer unter die Lupe genommen werden. Bei Bedarf ist hier auch mal ein Austausch nötig. Ein solcher Eingriff ist glücklicherweise gar nicht so schwierig. Wird bei der Demontage Maß für die neue Kette genommen, lässt sich das Ganze mit dem passenden Werkzeug schnell erledigen. Dies gilt auch für das Flicken von Löchern in den Schläuchen oder das Ölen der Kette.

Zur Ausrüstung gehört auch, dass das Handy aufgeladen ist und eine Wanderkarte in einer Tasche verstaut wird. Viele Radfahrer und Wanderer setzen heute auf die Navigation per App. Allerdings gibt es immer noch das eine oder andere Funkloch. Falls das Handy verlorengeht, lässt sich mithilfe der Karte auf jeden Fall der Heimweg finden.

FAZIT: BERLIN HAT HERRLICHE RAD- UND WANDERTOUREN ZU BIETEN

Berlin ist Hauptstadt und Gründer-Town. In den Augen vieler Berlin ein hippes Flair und viele Partymeilen zu bieten. Was viele Besucher aber nicht vermuten: In und um Berlin kann hervorragend gewandert werden. Die Stadt hat sogar ihren eigenen alpinen Wanderweg.

Wer sich auf Berlin und dessen Umgebung einlässt, kann auch auf dem Rad sehr entspannte Stunden verbringen. Denn dank Grunewald, Döberitzer Heider oder dem Wannsee sind für viele Geschmäcker ganz unterschiedliche Ausflugsziele dabei. Einige, wie etwas Finowfurt, liegen etwas außerhalb, sind aber mit dem Rennrad immer noch sehr gut zu erreichen. Wer dann immer noch nicht genug hat, packt einfach etwas mehr in den Rucksack und macht sich auf eine Entdeckungsreise entlang Havel und Spree - Camping inklusive.